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Malteser in Bayern und Thüringen

Malteser Diözesanärzte tagten in Passau

„Malteser und Passau gehört zusammen“

09.05.2019
Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer (vorne v. l.), Bundesarzt Dr. Rainer Löb, Diözesanärztin Dr. Renate Zehner und Oberbürgermeister Jürgen Dupper mit den anderen Tagungsteilnehmern beim Empfang im Rathaus.

Passau. Auf Einladung der Passauer Diözesanärztin Dr. Renate Zehner kamen die Diözesanärzte der Malteser aus dem ganzen Bundesgebiet am vergangenen Wochenende zur ihrer jährlichen Tagung ins Spektrum Kirche. Mit auf dem Programm stand ein Empfang durch Oberbürgermeister Jürgen Dupper im Großen Rathaussaal.

Für Dr. Renate Zehner war die Tagung „total interessant.“ Als Beispiel nannte sie die Ausführungen über die Zertifizierung von Malteser International. Danach wird im Katastrophenfall eine feste Einheit, bestehend aus 20 Personen, darunter ein bis zwei Ärzte sowie Pflegepersonal, ins Krisengebiet geschickt, wo die Helfer zwei bis drei Wochen bleiben. Auch die Berichte aus den Diözesen sind für die Passauer Diözesanärztin sehr aufschlussreich gewesen. Die Aufgaben und Angebote seien sehr vielfältig.

Für den Bundesarzt Dr. Rainer Löb, der die Tagung leitete, ist die Vereinbarkeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt ein großes Thema: „Das ist ein Knackpunkt, wo die Politik einfach ran muss“, erklärte er. Die Wandlung des Ehrenamtes und die Vereinbarkeit mit dem Beruf seien weitere Herausforderungen: „Hier müssen wir neue Wege finden und auch hier brauchen wir die Unterstützung der Politik.“ Passau gefällt dem Bundesarzt sehr gut: „Es ist eine schöne, lebendige, junge Stadt.“

„Malteser und Passau gehört zusammen“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Dupper beim Empfang. „Die Malteser sind eine große Stütze der Menschen in der Region. Es gibt ein ganz breites Spektrum an Diensten, die sie anbieten. Sie haben eine ganz besondere Aufgabe, das ist uns bewusst. Sie sind unverzichtbar.“ Danach gab der OB den Gästen Einblicke in die Geschichte der Stadt: Von den „blühenden Zeiten eines heiß umstrittenen Gebildes“ bis hin zu „einer stetigen Aufwärtsentwicklung in der Gegenwart.“ Und noch einmal gab es ein Lob von ihm: „Wir schätzen es unendlich, dass es Frauen und Männer gibt, die den Dienst am Nächsten in den Mittelpunkt ihres Tuns stellen.“ Er überreichte einen Passau-Bildband an Dr. Löb.

Dieser Berichtete von der Anfahrt zum Empfang im Stadtbus. Dort sei die Gruppe einer alten Dame begegnet, die Jürgen Dupper über alle Maßen gelobt habe als „ganz wunderbaren Bürgermeister“ und sein soziales Engagement. „Da sind wir alle ganz nah beieinander, wir sind alle nah am Menschen“, erklärte Dr. Löb und betonte, dass alle Diözesanärzte sich in dieser Funktion ehrenamtlich engagieren.

„Die Herausforderungen im Ehrenamt werden für uns alle immer größer. Da braucht es die Unterstützung der Politik“, betonte er auch beim Empfang. Die Ehrenamtlichen seien heutzutage nicht mehr lange gebunden, sondern würden sich eher an Projekten beteiligen. „Auch viele hauptamtliche Malteser sind ehrenamtlich tätig. Das zeichnet die Malteser in dieser Stadt aus“, lobte der Bundesarzt. Den OB bat er: „Bleiben Sie den Maltesern so gewogen, wie Sie es sind. Behalten Sie Ihr gutes Herz und die Nähe zu den Menschen“ und überreichte ihm als Gastgeschenk ein Malteser-Wappen.

Waren die Besucher schon vom „großartigen“ Rathaussaal begeistert, wie man beim Empfang immer wieder hören konnte, so hatten sie im Anschluss daran bei einer Stadtführung und bei der Heiligen Messe im Dom weitere Gelegenheiten, die Stadt kennenzulernen.

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