Ukrainehilfe der Malteser geht weiter

Die benötigten Waren werden im Sammellager in Fürstenfeldbruck gelagert und dann zielgerichtet in die Krisenregion geliefert. Foto: Horlemann.

Erzbistum. Es sind Bilder von Zerstörung, Verzweiflung und Trauer, die uns täglich aus der Ukraine erreichen. Seit nunmehr über vier Monaten wütet in der Ukraine ein Krieg. Seit den ersten Angriffen sind die Malteser im Einsatz, die Not zu lindern und dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. „Malteser International versucht, dringend benötigte Waren aus dem Lager in Polen in die ukrainischen Provinzen zu bringen“, erklärt Clemens Graf von Mirbach-Harff, Generalsekretär von Malteser International. Vor allem dem großen Einsatz der ukrainischen Malteser, die schon vor dem Krieg sehr aktiv waren und nun noch mehr gefordert sind, ist es zu verdanken, dass die Waren zielgerichtet ankommen. Rund 60 Prozent der benötigten Hilfsgüter stammen dabei aktuell dem Sammellager der Diözesangeschäftsstelle der Malteser im Erzbistum München und Freising, welches die Malteser im Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck betreiben. Egal ob Lebensmittel, Verbandsmaterial oder Hygieneartikel. „In unserem Sammellager werden die Spenden sortiert und dann auf die Trucks verladen“, erklärt Markus Bretschneider, Abteilungsleiter Dienste bei den Maltesern. Insgesamt haben die Malteser rund 250.000 kg an Gütern geliefert und damit rund 36.000 Menschen in der Ukraine versorgt, heißt es von den Maltesern in der Ukraine. „Das System in der Ukraine leidet unter dem Krieg“, so Mirbach-Harff. „In den Geschäften sind die Regale leer, Lieferungen bleiben aus und die Not wächst.“ Die Malteser bitten weiterhin um Geldspenden, um die dringend benötigten Hilfsgüter in großen Mengen besorgen und weiterleiten zu können. 

„Wir haben bisher ca. 30 Trucks aus Oberbayern in die Anrainerstaaten der Ukraine gesandt“, zählt Bretschneider auf. Die Spendenbereitschaft und Unterstützung sind großartig. Bretschneider: „MAN und Mercedes hat uns Trucks zur Verfügung gestellt. Firmen wie Adelholzener, Johann Koch, Kartoffel Center Bayern oder BayWa Stiftung spenden uns regelmäßig Waren, die wir dann umgehend weiterverarbeiten.“

Neben den Spendern gilt ein großer Dank auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie allen beteiligten Mitarbeitern. „Es ist unfassbar, wie die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer einen Truck nach dem anderen in Richtung Ukraine fahren, Spenden einsammeln, sortieren und verpacken und damit die tägliche Not in der Ukraine ein bisschen lindern“, erklärt Mirbach-Harff stolz.
Und die Hilfe geht weiter, wie auch Bretschneider erklärt. „So lange Hilfe benötigt wird, werden wir Malteser auch Spenden für die Ukraine sammeln, Trucks beladen und den Weg nach Polen oder Rumänien antreten, um die Hilfsgüter dahin zu bringen, wo sie aktuell benötigt werden.“