Rund 190.000 Unfälle mit Personenschaden 

Der Malteser Fahrdienst leistet eine sichere Mobilität und eine umfassende Betreuung der uns anvertrauten Menschen. Foto: Ruprecht Stempell/Malteser

Bayern/Erzbistum. Auf Deutschlands Straßen geht es gefährlich zu. In den ersten acht Monaten des Jahres erfasste die Polizei 1,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle, darunter 189.500 Fälle mit Personenschaden wovon 1.860 eine Todesfolge hatten (Quelle: PM, destatis, 24.10.2022). „Das sind erschreckende Zahlen“, wie Bernd Reilingsperger, Leiter Fahrdienst der Malteser in der Region Bayern, erklärt. Zum Weltgedenktag der Opfer im Straßenverkehr am 20. November 2022 weisen die Malteser auf die Bedeutung von Sicherheit im Straßenverkehr hin. Das beginnt bei der richtigen Kleidung mit Reflektoren, damit man im Dunkeln von Autofahrern erkannt wird bis zur richtigen Beleuchtung bei Fahrrädern. Reilingsperger betont, dass vor allem die Autofahrer aufpassen und geschult sein müssen: „Wir bieten unseren Fahrern regelmäßig Schulungen an, wo auf die Gefahren im Straßenverkehr verwiesen und bei denen das richtige Reagieren trainiert wird.“ Außerdem, so Reilingsperger, sei es wichtig, dass die Fahrzeugflotte immer auf dem neuesten und modernsten Stand gehalten werden. „Dazu lassen wir uns jährlich von DEKRA/TÜV als Anbieter für sicheren Kranken- und Behindertentransfer rezertifizieren“, erklärt Reilingsperger. Der Fahrdienstleiter weiß, dass die Fahrer eine große Verantwortung tragen: „Egal ob im Linien- oder Individualfahrdienst – unsere Kunden und Patienten brauchen eine zuverlässige und sichere Beförderung zum Arzt, zur Dialyse oder in eine Einrichtung.“ 

Im Jahr 2021 haben die Malteser in Bayern rund 2,6 Millionen Beförderungen bei knapp 14.000 Personen durchgeführt. Das Leistungsangebot im Linienfahrdienst umfasst dabei Fahrten zu Schulen, heilpädagogischen Anstalten, Tageseinrichtungen oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Der Individualfahrdienst steht dagegen eher für die klassische Patientenfahrt. Knapp 2.000 Mitarbeiter - vom Fahrer bis zum Disponenten – sind im Fahrdienst der Malteser aktiv. „Unsere Kunden haben unterschiedliche Bedürfnisse und brauchen entsprechend qualifiziertes Personal und auch bedarfsgerechte Fahrzeuge, um befördert zu werden“, erklärt Reilingsperger. Die Malteser bieten Fahrten im Bereich Rollstuhl-, Tragestuhl- und Liegend-Beförderung an. Ganz wichtig ist: die Fahrer im Fahrdienst sind speziell geschult und wissen umfassend, wie zum Beispiel Rollstühle vorschriftsmäßig gesichert werden. „Die Sicherheit und der Schutz unserer Fahrgäste ist uns sehr wichtig. Deshalb machen unsere Fahrer nicht nur Erste-Hilfe-Kurse, sondern auch Fahrerschulungen und Kurse im richtigen Umgang mit Equipment“, bekräftigt Reilingsperger.