Malteser Impfzentrum in Haar schließt

Schlüsselübergabe. Bezirksgeschäftsführer Dieter Wünsche (2.v.r.) überreicht Ina Schäfer von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben im Beisein von Dr. Andreas Bukowski (Bürgermeister Haar, l.) und Alexander Brandstätter (Leiter Impfzentrum Haar, l.) den Schlüssel zurück für die Einrichtung in Haar. Foto: Horlemann.

Landkreis München.  Fast auf den Tag genau nach zwei Jahren beenden die Malteser ihr Engagement im Impfzentrum Haar. Damals wurde die Hilfsorganisation vom Landratsamt München mit dem Betrieb des größten der drei Impfzentren im Landkreis München betraut. Als nach den Weihnachtsfeiertagen am 27. Dezember 2020 in der ehemaligen alten Kaserne an der Wasserburger Straße die ersten Bürgerinnen und Bürger gegen COVID-19 geimpft wurden, begann die bisher größte Immunisierungsaktion des Landkreises. 

Bis heute (Stand 4.12.22) haben die Malteser an 689 Impftagen 205824- mal Menschen gegen das Corona Virus geimpft.  Im Durchschnitt ließen sich innerhalb der zwei Jahre 300 Personen pro Tag impfen. Anfangs musste man mit wenig Impfstoff auskommen. Mit besserer Verfügbarkeit der Vakzine konnten deutlich mehr Menschen immunisiert werden. Nachdem die Ständige Impfkommission STIKO die Booster Impfung für alle Erwachsenen empfohlen hatte, konnten im Impfzentrum Haar an vielen Tagen zwischen 500 und 2000 Personen geimpft werden. Verabreicht wurden Erst- und Zweitimpfungen und später auch Booster Impfungen. Ab dem Zeitpunkt der Zulassung eines Impfstoffes für Kinder, haben seit Dezember 2021 insgesamt 4363 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren einen Immunschutz erhalten. Dafür wurde eine zweite separate Impfstraße für Kinderimpfungen im Obergeschoß der alten Kaserne eingerichtet.

Im Impfzentrum selbst haben die Malteser in den zu Behandlungszimmern umgestalteten Räumen 179515- mal Vakzine gegen COVID-19 verabreicht Aber nicht nur dort: Um besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen zu Beginn der Pandemie zu schützen, schickten die Malteser schon frühzeitig mobile Impfteams los. So konnten Frauen und Männer, die in Senioren- und Pflegeheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder in Gemeinschaftsunterkünften für Schutzsuchende im Landkreis leben, vor Ort in ihrem gewohnten Umfeld einen wirksamen Schutz gegen die Viruskrankheit COVID-19 erhalten. In den zwei Jahren wurden dort 8061 Impfungen durchgeführt. 

Um den Bürgern im Landkreis den Zugang zu Impfungen zusätzlich zu erleichtern, und um noch mehr Menschen zu erreichen, wurden in Abstimmung mit dem auftraggebenden Landratsamt regelmäßige Impftage in den Kommunen des Landkreises angesetzt. Zum Einsatz kamen hier auch die beiden Impfbusse der Malteser. Insgesamt 18248 Impfungen, meist Booster Impfungen, sind so in den letzten beiden Jahren an den kommunalen Impftagen zustande gekommen. Insgesamt haben die mobilen Teams der Malteser 26309-mal Personen an Impftagen oder in Einrichtungen für Senioren, Schutzsuchende oder Menschen mit Behinderung geimpft. Bei Sonderimpfaktionen, wie beim Eishockey Club EHC Redbull, konnten zusätzlich viele Personen immunisiert werden.