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Malteser in Bayern und Thüringen

UN-Preis für A.L.M.

Integrationsprojekt A.L.M. ist offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

14.09.2017
Aus den Händen von Dr. Antje von Dewitz (Geschäftsführerin Vaude, 2.v.r.) nahmen Stefan Winter, Anna Schober und Erik Waalkes (r.) den UN Preis entgegen. Foto: Marco Kost.

Das Integrationsprojekt A.L.M. wurde am 13. September 2017 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die mit Ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die die Natur und die biologische Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bieten.

Die Laudatorin Dr. Antje von Dewitz (Geschäftsführerin VAUDE und Kuratoriumsmitglied der Deutschen Bundesstiftung Umwelt) würdigte als Beauftragte der deutschen Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt das Engagement von Malteser Hilfsdienst e.V. und dem Deutschen Alpenverein sowie der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer: „A.L.M. trägt dazu bei Flüchtlinge und Einheimische für die biologische Vielfalt und ihre Bedeutung für unsere Zukunft zu sensibilisieren, und das in einer der wertvollsten Regionen Europas, den Alpen.“

Christoph Friedrich, Landesgeschäftsführer Bayern und Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese München und Freising, freute sich über die „gelungene und allzeit spannende Kooperation mit dem DAV für Menschen in Not und Einheimische im Projektgebiet“. Diese Auszeichnung stellt für das erst ein Jahr junge Integrationsprojekt eine große Ehre dar, betonten die Projektleiter und anwesenden Ehrenamtlichen. Im Rahmen der Verleihung wurde auf das vergangene, turbulente Jahr zurückgeblickt und einige anwesende Geflüchtete, die an Wanderungen von A.L.M. teilgenommen haben, berichteten von ihren Erlebnissen am Berg. aber auch Schwierigkeiten beim Ankommen in Deutschland.

Mittlerweile fanden über 50 A.L.M.-Aktionen im Projektgebiet Bayerische Alpen statt und bis zum Projektende sollen noch mindestens weitere 50 folgen. Egal ob beim Wandern oder Klettern, auf Naturerlebnispfaden oder auf Berghütten.

Hintergrund:

• Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 in Deutschland ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität zu begeistern. Am Ende des Jahrzehnts sollen mehr Menschen wissen, was biologische Vielfalt ist, warum wir sie brauchen und wie jeder etwas dazu beitragen kann, sie zu erhalten.

https://www.undekade-biologischevielfalt.de/soziale-natur/projekte-soziale-natur/aktuelle-soziale-projekte/

• Sport- und Aktions- sowie Freizeit- und Urlaubsangebote in der Natur mit ihrer biologischen Vielfalt ermöglichen positive (Gemeinschafts-)Erlebnisse und helfen, soziale Grenzen und Hindernisse zu überwinden. Sie geben oft wichtige Impulse für Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung und schaffen einen persönlichen Zugang zur Natur. Mit dem Sonderthema „Soziale Natur – Natur für alle“ lenkt die UN-Dekade den Blick auf die Chancen, die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet.

https://www.undekade-biologischevielfalt.de/soziale-natur/sonderwettbewerb-soziale-natur/hintergrund/

• Um den Flüchtlingen das Ankommen im bayerischen Alpenraum zu erleichtern, haben der Deutsche Alpenverein (DAV) und der Malteser Hilfsdienst (MHD) das Projekt Alpen.Leben.Menschen. (A.L.M.) ins Leben gerufen. Ziel ist es, gemeinsam mit Flüchtlingen möglichst viel Zeit in den Bergen zu verbringen. DAV und MHD arbeiten dabei Hand in Hand: der DAV als Bergsportexperte und der MHD als karitativer Träger in der Flüchtlingshilfe, beide mit vielen engagierten Ehrenamtlichen.

https://www.alpenlebenmenschen.de/startseite-alpen-leben-menschen/projekthintergrund/projektziele/

• Das Projekt A.L.M. soll Flüchtlingen die Chance geben, neue Freundschaften zu knüpfen, ihre neue Umgebung kennen und schätzen zu lernen und vor allem junge Menschen für Umweltfragen und -probleme zu sensibilisieren.

https://www.alpenlebenmenschen.de/startseite-alpen-leben-menschen/a-l-m-aktionen/

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