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Malteser in Bayern und Thüringen

Beratungsmobil

Mit dem Beratungsmobil bei den Betroffenen vor Ort

In den Flutgebieten steigt die Zahl der Hiobsbotschaften täglich an. Immer mehr Menschen erfahren von Gutachtern, dass ihre Häuser stärker beschädigt sind, als angenommen. Einige 100 Häuser müssen sogar ganz abgerissen werden, weil die Belastung durch Heizöl gesundheitsschädlich ist.

Das sind Extremsituationen, mit denen viele Betroffene verständlicherweise nicht so leicht klar kommen. Es geht aber nicht nur um das zerstörte Eigentum, sondern auch um die Seele, die dieser Belastung oftmals nicht mehr Stand halten kann.

Finanziert vom Malteser Hilfsdienst fährt seit einigen Wochen ein Beratungsmobil (Wohnmobil mit einem Tisch und Stühlen ausgestattet) in die Flutgebiete. Zwei bis drei ehrenamtliche Helfer, die in der Krisenintervention ausgebildet sind, nehmen sich Zeit für die Betroffenen.
Sie sind in Fischerdorf, Natternberg, Natternberg-Siedlung und Altholz, aber auch immer wieder in Niederalteich und Winzer unterwegs. Jeden Donnerstag gibt es einen festen Standort: bei der Kapelle in Fischerdorf.

Die Notfallseelsorger werden zum Teil auch begleitet von Mitarbeitern aus dem Landratsamt. Die können zu praktischen Fragen Auskunft geben und bei dem Ausfüllen von Formularen helfen.
Auch Baugutachter, die schlechte Nachrichten überbringen müssen, arbeiten mit den Notfallseelsorgern zusammen und informieren über Familien, die mit den Ereignissen schwer klar kommen und Unterstützung brauchen. 
Jemanden haben, mit dem man reden kann, ist wichtig. Noch wichtiger ist es aber, dass derjenige einem dann auch Wege aufzeigen kann, wie es weiter geht.
Diakon Reiner Fleischmann, der Sprecher der Aktionsgemeinschaft und Leiter der Notfallseelsorge im Bistum Regensburg weiß, wie wichtig es ist, Klartext zu sprechen.
In den vergangenen Wochen haben schon mehr als 60 Familien im Beratungsmobil Hilfe gesucht. „Wir werden die Hilfe noch mindestens auf drei Monate ausweiten. Außerdem schaffen wir gerade im Landratsamt zwei Stellen. Ein Psychologe und ein Sozialpädagoge werden darauf schauen, dass die Seele nicht zu kurz kommt bei dieser Katastrophe“.

Mehr Informationen zur psychosozialen Beratung finden Sie unter www.psychosoziale-hilfe-hochwasser.de

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